Deutsch
English

Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie
Oberdürrbacher Str. 6
97080 Würzburg

Direktor
Prof. Dr. med. Markus Böck
Universitätsklinikum Würzburg
Oberdürrbacher Straße 6
97080 Würzburg
Tel.: 09 31-201 313 00
Fax: 09 31-201 313 76
e-mail: Markus.Boeck@mail.uni-wuerzburg.de

 

Vorlesung Transfusionsmedizin


Herstellung
Vollblutspende

Herstellung

Herstellung / Indikation von Gefrorenem Frischplasma (GFP)



Gefrorenes Frischplasma wird entweder über die Vollblutspende oder durch Plasmapherese gewonnen.

  • Plasmapherese: Hierbei wird dem Spender bis zu 850 ml Plasma (abhängig vom Körpergewicht des Spenders) mittels eines Plasmapherese-Gerätes entnommen. Venöses Blut wird über die Cubitalvene des einen Arms im kontinuierlichen Fluss entnommen und in einen sog. Zellseparator gepumpt. Dort wird über eine Zentrifugationsmethode das Plasma separiert, während die korpusculären Bestandteile des Spenderblutes (z.B. Erythrozyten, Leukozyten) dem Spender meist über die Cubitalvene des kontralateralen Arms zurück transfundiert werden. Das separierte Plasma wird in einem speziellen Sammelbeutel gesammelt (vgl. Thrombozytapherese; s. Herstellung / Indikation von Thrombozytenkonzentraten). Die entnommene Menge wird meist in 3 Beutel a ca. 200 - 250 ml aufgeteilt.

Anschließend muss das Plasma möglichst rasch tiefgefroren werden. Spätestens nach 24 Stunden sollte es eingefroren sein, damit die Konzentration der Gerinnungsproteine in weitgehend physiologischen Konzentrationen erhalten bleibt. Beim Einfrieren muss die Kerntemperatur spätestens nach 1 Stunde – 30 °C betragen.

Allerdings darf Plasma danach noch nicht zur Transfusion am Menschen verwendet werden. Es ist in Deutschland Vorschrift, dass das Plasma einem weiteren Verfahren zur Erhöhung der Virussicherheit unterzogen wird, bevor es transfundiert werden darf. Hierfür stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Die am häufigsten angewandten Techniken sind: