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Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie
Oberdürrbacher Str. 6
97080 Würzburg

Direktor
Prof. Dr. med. Markus Böck
Universitätsklinikum Würzburg
Oberdürrbacher Straße 6
97080 Würzburg
Tel.: 09 31-201 313 00
Fax: 09 31-201 313 76
e-mail: Markus.Boeck@mail.uni-wuerzburg.de

 

Vorlesung Transfusionsmedizin


HLA-assoziierte Erkrankungen

Das HLA-System


Man weiß heute, dass viele Krankheitsbilder gehäuft bei bestimmten HLA-Konstellationen auftreten. Die Ursache dieser Kopplung ist bis dato nicht genau bekannt.

Allerdings wird der diagnostische Wert dieser Assoziationen immer wieder überschätzt. Häufig werden HLA-Konstellationen dazu benutzt, bestimmte Diagnosen „wahrscheinlich zu machen“ oder gar „abzusichern“. Hier sollte man allerdings sehr vorsichtig sein, da der Assoziationsgrad in der Regel nicht so hoch ist, dass man dies für eine Diagnosestellung verwenden könnte.

Die folgende Tabelle (mod. nach G. Fischer, W.R. Mayr: Das HLA-System in Ch. Mueller-Eckhardt, V. Kiefel, Transfusionsmedizin, Springer, 2004) stellt einige dieser Assoziationen dar (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Das relative Risiko (RR) gibt an, wievielmal häufiger Träger des betreffenden HLA-Antigens erkrankt sind als Nicht-Träger.

Erkrankung

HLA- Merkmal

RR

Narkolepsie

DR 2

> 100

Zöliakie

DQ 2

> 100

Morbus Bechterew

B 27

90

Postinfektiöse Arthritiden

B 27

40

M. Reiter

B 27

37

Goodpasture Syndrom

DR 2

16

Dermatitis herpetiformis

DR 3

15

Multiple Sklerose

DR 2

10

Sjögren-Syndrom

DR 3

10