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Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie
Oberdürrbacher Str. 6
97080 Würzburg

Direktor
Prof. Dr. med. Markus Böck
Universitätsklinikum Würzburg
Oberdürrbacher Straße 6
97080 Würzburg
Tel.: 09 31-201 313 00
Fax: 09 31-201 313 76
e-mail: Markus.Boeck@mail.uni-wuerzburg.de

 

Vorlesung Transfusionsmedizin


Foto von einem Rettungswagen

Hämolytische Transfusionsreaktion - Therapie -

Nebenwirkungen I



Akute hämolytische Transfusionsreaktion
Grundsätzlich gilt – wie bei jedem Verdacht auf eine Nebenwirkung bei Blutkomponenten – sofortiger Abbruch der Transfusion (Zugang liegen lassen für weitere therapeutische Maßnahmen). Weitere Therapiemaßnahmen richten sich nach dem Schweregrad des Krankheitsbildes. U.a. können folgende Maßnahmen in Erwägung gezogen werden:

  • Steroide i.v. (bis zu 1000 mg Prednisolon)

  • Akute Diuresesteigerung (z.B. Furosemid i.v. plus Volumengabe)

  • Schockbekämpfung (z.B. Volumengabe unter ZVD-Kontrolle, Katecholamine)

  • ggf. Intubation und Beatmung

  • ggf. Hämodialyse/Hämofiltration


Verzögerte hämolytische Transfusionsreaktion
Auch hier gilt, dass sich mögliche Therapiemaßnahmen nach der Schwere der Symptomatik richten müssen. Bei leichter Symptomatik kann ein einfaches Zuwarten gerechtfertigt sein, bei ausgeprägter Symptomatik können Maßnahmen vergleichbar der akuten hämolytischen Transfusionsreaktion erforderlich werden.